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Wasser-Eis-Schlagloch-Effekt

Minusgrade, Streusalz, marode Straßen – Nach Ende des Frosts müssen Bautrupps massive Straßenschäden beseitigen (Teil2 Delmenhorst)

Von NonStopNews / 19.02.2021 / 13:05 Uhr

(Delmenhorst) Die extrem kalten Temperaturen, Schnee und Eis haben auf Deutschlands Straßen ihre Spuren hinterlassen. Nun startet ein Großeinsatz für unzählige Straßenarbeiter, um die gröbsten Schlaglöcher zu stopfen, auch wenn diese Not-Füllungen nur wenige Monate halten.

Wir sind unterwegs mit Straßenbauer Frank Poggenburg in Bremen und zeitgleich mit Olaf Heinemann vom Bauhof im benachbarten niedersächsischen Delmenhorst. Ab sofort, seit die Temperaturen im Plusbereich liegen, arbeitet Frank mit seinem Team täglich auf den Straßen der Hansestadt, um diese auszubessern. "So schlimm, wie dieses Jahr haben ich es noch nicht erlebt", so der erfahrene Straßenbauer. Das erste Loch in der Straße lässt nicht lange auf sich warten.

Das Ausbessern läuft meist nach dem gleichen Prinzip ab: Erst ausfegen und Haftkleber auftragen, dann den heißen Asphalt ins Loch gießen. Zum Schluss wird alles noch verdichtet, glattgezogen und mit einer Flamme versiegelt oder die Schnittstellen miteinander verschmolzen. Die wichtigste Kriterien sind Geschwindigkeit der Arbeitsabläufe und das Füllmaterial. Die Reparatur muss schnell gehen, nicht nur weil der Trupp sich auf einer Hauptverkehrsstraße befindet. Denn der Verkehr muss unmittelbar nach der Reparatur wieder freigegebenen werden, sobald das Füllmaterial trocken und fest ist.

Zur gleichen Zeit im benachbarten niedersächsischen Delmenhorst - auch hier hat der Frost mit Tiefstwerten um -18 Grad seine Spuren hinterlassen. Das Team von Olaf Heinemann kümmert sich um satte 7.000 Löcher, die alleine im Bereich der Stadt Delmenhorst gestopft werden müssen. Eine wahre Mammutaufgabe, die Olaf und sein Team vor sich haben. Zwei bis drei Wochen wird das Stopfen der Schlaglöcher dauern, so der Arbeitsbereichsleiter für den Bereich Tiefbau der Stadt - wenn das Wetter trocken bleibt.

Denn Städte und Gemeinden stehen unter Druck: Die Behörden müssen mit Schildern auf Schlaglöcher aufmerksam machen, da sonst Autofahrer bei Schäden die Kommunen haftbar machen könnten. Die tatsächlichen Chancen auf Schadensersatz sind allerdings gering, da es in der Pflicht der Autofahrer liegt, die Fahrweise der Witterung anzupassen - und dazu gehören nach dem Frost auch Schlaglöcher. Und diese werden täglich größer und irreparabler, wenn man nicht sofort Abhilfe schafft. Und so sind die Bautrupps um Frank Poggenburg in Bremen und Olaf Heinemann in Delmenhorst weiterhin, im Großeinsatz, um Schaden abzuwenden - von Straßen und Fahrzeugen.