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Sturm im Anmarsch

Feuerwehren kontrollieren Ausrüstung und bereiten sich auf harte Tage vor

Von NSN / 16.02.2022 / 14:07 Uhr

(Sendeland) Bereits seit einigen Tagen weisen die Wetterdienste in ihren Modellen auf eine mögliche Sturmlage hin. Mittlerweile sind sie sich einig: ab Mitternacht am Donnerstag bis Samstagvormittag steht weiten Teilen Deutschlands eine schwere Unwetterlage bevor. Denn gleich zwei Stürme sollen über das Land hinwegfegen.

Der erste formiert sich am Mittwoch vor den britischen Inseln und wird voraussichtlich kurz vor Mitternacht des Donnerstags die Nordseeküste sowie den Westen der Republik erreichen und dann über die Landesmitte ostwärts hinwegziehen. Verbreitet muss dabei von Sturmböen der Stärke 9, in den exponierten Lagen auch 10 bis 11 gerechnet werden.

Nach einer kurzen Wetterberuhigung droht dann wieder Ungemach. Voraussichtlich am frühen Freitagabend soll dann ein Orkantief als Schnellläufer aufziehen. Unklar ist noch, ob mehr der Norden oder die Mitte von Deutschland betroffen sein werden. Bei großflächig Windstärke 10 bis 11 sind orkanartige Böen nicht ausgeschlossen, in den Höhenlagen droht ein ausgewachsener Orkan.

Die Feuerwehren versuchen sich bestmöglich auf die Unwetter vorzubereiten. In vielen Gerätehäusern der überwiegend Freiwilligen Wehren haben die ehrenamtlich Tätigen am Dienstagabend ihre Ausrüstung noch einmal kontrolliert. Vor allem Motorsägen werden wohl besonders gefragt sein, wenn umgeknickte Bäume und Äste entfernt werden müssen. „Für den Fall der Fälle werden Führungsstellen eingerichtet, die ortsabhängig eingesetzt werden können“, erklärt Max Eilers. Er gibt aber auch einen wichtigen Tipp, um die Helfer nicht mit unnötigen Notrufen zu beschäftigen: „Wenn ein Baum oder Ast eine Straße versperrt und man kann den Ast nicht selbst beseitigen, dann ist es richtig, die Feuerwehr zu rufen. Wo Gefahr im Verzug ist, arbeitet die Feuerwehr die Lage ab.

Auf Privatgrundstücken, wo keine Gefahr besteht, ist die Feuerwehr auch nicht zuständig.“ Damit die Helfer die zahlreich reinkommenden Einsätze auch richtig koordinieren können, ist es zudem wichtig zu sagen, wo sich die Unglücksstelle befindet, um Doppelmeldungen zu vermeiden.